Tag 3 der Blogtour zu " Verloren in der grünen Hölle" von Ute Jäckle




Hallo ihr Leseratten und Herzlich Willkommen zum 3. Tag der Blogtour „ Verloren in der grünen Hölle“ von Ute Jäckle!


Nach langen Diskussionen unzähligen Ab- & Zusagen, aber auch spürbarer Angst und Panik, sowie Hass und Liebe, habe sich einige der Protagonisten bei mir im Lesestübchen zu einem Interview eingefunden und netter weiße ( oder auch unfreiwillig) Rede & Antwort gestanden.

Ich wollte mehr erfahren, denn ist es nicht die Hölle, man fährt zu einer ganz normalen Shopping-Tour mit den besten Freundinnen und wacht im düsteren Dschungel, fern ab von Rettung wieder auf.

Ich wollte nun mehr erfahren über die aufkochenden Emotionen, die entflammenden Liebe und das Drama, welches sich in der grünen Hölle abgespielt hat!

Zu Gast sind Elena, Rico, Carlos, Pedro und Jose.

Viel Spaß!


1)      Von der eigentlich geplanten Shopping-Tour direkt in den einsamen Dschungel. Was ging euch so durch den Kopf oder was dachtet ihr über eure neuen Begleitungen?

Elena: Also für mich war es total …

Carlos fällt ihr ins Wort: Hat hier irgendjemand gesagt, dass du den Mund aufmachen darfst? Noch rede ich zuerst.

Rico geht dazwischen: Carlos reg dich ab. Lass sie doch mal erzählen. Mich interessiert das auch.

Elena lächelt Rico dankbar an, er nimmt ihre Hand. Aber Carlos lehnt sich mit verschränkten Armen zurück und mustert einen nach dem anderen finster. Selbst mir als Interviewerin wird es bei seinem Anblick mulmig zumute.

Elena holt tief Luft: Ich hatte Todesangst. Carlos war gnadenlos, er hat uns alle in Angst und Schrecken versetzt. Ihm ins Gesicht sehen zu müssen war furchtbar. Wir waren unseren Kidnappern ausgeliefert, da war niemand, der uns hätte zu Hilfe kommen können. Mit jedem Schritt, den wir weiter in den Dschungel gingen, schrumpfte unsere Hoffnung, dass wir noch einmal lebend hier herauskommen.

Carlos grinst hämisch bei Elenas Darstellung, ihm scheint ihre Schilderung zu gefallen.

Elena: Auch vor Rico habe ich mich anfangs total gefürchtet. Bei ihm war es aber nicht nur Angst, er hat mich zur Weißglut gebracht und ich glaube sogar, er hat mich hin und wieder absichtlich provoziert.

Rico lacht: Irgendwie musste ich ja mit dir ins Gespräch kommen.

Elena: Du wolltest mit mir ins Gespräch kommen?

Rico knochentrocken: Nein, ganz bestimmt nicht, zumindest nicht auf dem Marsch durch den Dschungel. Du warst die totale Nervensäge, aber irgendwann lernte ich dich besser kennen und merkte, in dir steckt mehr, als eine verwöhnte Göre. Aber das zu erkennen, hat etwas gedauert.


2) Widerstand ist zwecklos oder wie habt ihr es empfunden?

Carlos lehnt sich in meine Richtung, ich halte den Atem an. Scheinbar gefällt ihm meine Frage überhaupt nicht. Mein Herz beginnt zu rasen. Wer hat diesen Kerl überhaupt zum Interview eingeladen?

Carlos: Keiner lehnt sich gegen mich auf. Ich habe hier das Sagen! Kapiert? (Sein finsterer Blick schweift in die Runde, alle nicken hektisch.) Wer nicht tut, was ich sage, wird es bereuen - schwer bereuen sogar.

Ich sehe, wie Elenas Augen aufblitzen, oh oh. Scheinbar gefällt ihr Carlos Ansage überhaupt nicht. Sie wird doch nichts Dummes machen?

Elena braust auf: Du hast mir überhaupt nichts mehr zu sagen!

Carlos springt auf, genauso wie Rico, der sich schnell dazwischenstellt und den erhobenen Arm seines Cousins festhält.

Rico: Du fasst sie nicht an. Setz dich zurück und lass sie erzählen, verdammt.

Elena schluckt: Ich war in einem furchtbaren Zwiespalt. Einerseits hatte ich ständig Todesangst, aber dann brach auch immer diese Wut in mir hoch. Ich war es nicht gewöhnt, herumkommandiert zu werden. Meine Eltern haben mir als Einzelkind immer jeden Wunsch von den Augen abgelesen, und unser Personal hat alles erledigt, was ich ihnen aufgetragen habe. Ich musste mich nie um etwas kümmern, und plötzlich stehe ich in der Wildnis mit diesen Leuten, die uns schikanieren und demütigen. Das konnte ich mir einfach nicht gefallen lassen, auch wenn es bisweilen vielleicht naiv von mir war, ihnen Paroli zu bieten. Aber ich bin nun mal ein impulsiver Mensch, das ist wohl mein kolumbianisches Temperament. Außerdem schaltete sich mein Gehirn in dieser schwülen Hitze manchmal etwas verspätet ein, muss ich zugeben.


3) Wie erging es euch in der Obhut der Entführer? 

Pedro: Uns ging es schlecht. Was glaubst du denn? Und nur fürs Protokoll: Rico ist nicht der nette Kerl, den er hier spielt.

Rico schnaubt kopfschüttelnd.

Jose: Komm schon, Rico war immerhin der Einzige, der uns dort beschützt hat. Ohne ihn wären wir noch viel schlechter drangewesen. Die Zeit im Lager war sowieso schon eine einzige Hölle. Deine Probleme mit ihm hast du dir doch meistens selbst eingebrockt.

Elena: Es war ohne Frage, die schlimmste Zeit meines Lebens. (Sie wirft Rico einen heißen Blick zu) Aber ohne die Entführung hätte ich Rico niemals kennengelernt. Er gefiel mir einfach, seine schönen grünen Augen und sein toller Körper. Ich musste ihn immer anschauen, war aber auch hin- und hergerissen. Denn er war ja einer von den Bösen.

Carlos lacht gehässig: Du warst doch nur ein nettes kleines Abenteuer für ihn, weiter nichts.

Rico: Halt die Klappe, Carlos.

4) Was hat euch gestärkt, den Albtraum in der grünen Hölle zu überstehen? Die Umstände waren ja alles andere als optimal!

Carlos: Albtraum. Übertreib doch nicht so schamlos. Die verwöhnten Gören mussten ein paar Wochen auf dem Boden schlafen und ab und an ein bisschen mit den Zähnen klappern. Muss man da gleich von einem Albtraum sprechen?

Jose (mit Tränen in den Augen): Ich habe an meine Familie gedacht. Ich wollte meine Eltern noch einmal wiedersehen, dieser Gedanke hat mir geholfen, nicht zu verzweifeln. Die Geiselhaft hat ja so lange gedauert, es war endlos für mich.

Pedro: Was soll ich erst sagen? Die ersten drei Monate war ich ganz allein mit den Pennern …

Rico steht auf: Pass auf, wie du redest. (Er fixiert Pedro mit einem stechenden Blick.)
Währenddessen kratzt sich Carlos mit einem Dolch am Kinn. Ich schlucke. Wo hat er den plötzlich her?

Elena fasst Rico am Arm: Rico, du kennst Pedro doch. Er hat ne große Klappe, aber er ist doch ganz okay. Lass ihn, bitte.

Mit langsamen Bewegungen lässt Rico sich zurück auf den Stuhl sinken.

Elena: Wir hatten uns, das hat uns geholfen. Alleine wäre ich verzweifelt und ohne Rico hätten wir diese Zeit wahrscheinlich gar nicht überstanden. Ich habe ihn von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Er kann liebevoll und einfühlsam sein. In seiner Nähe fühlte ich mich sicher.

Pedro prustet abfällig. (Schnell zur nächsten Frage: Die Stimmung ist etwas angespannt. Dennoch bemerke ich eine unsichtbare Verbindung zwischen Rico und Elena, es knistert zwischen ihnen. Und Rico, das muss ich gestehen, sieht wirklich sexy aus. Wie immer trägt er kein T-Shirt. *hach*)

5) Elena und Rico, "Was sich liebt, dass neckt sich!" Nicht nur das Lagerfeuer hat geknistert! Kann eine Liebe in euren Augen solch ein Geschehnis unbeschadet überstehen und was sagt die Zukunft? Wie seht ihr außenstehenden das Ganze?

Elena lacht: „Was sich liebt, dass neckt sich“, das kann man laut sagen. Bei uns ging es ja dauernd hin und her. Es kam ja außerdem noch so viel ans Tageslicht, im Laufe der Zeit, was uns zusammengeschweißt hat. Noch heute habe ich jede Nacht Albträume, aber die Zeit im Lager, die wir beide für uns allein hatten, war etwas ganz besonderes für mich. Obwohl ich mir immer bewusst war, in welcher Gefahr ich schwebte. Es war ein ständiges auf und ab, das mich mitgerissen hat.

Rico streichelt Elena mit den Fingerknöcheln über die Wange: Du hast mich in den Wahnsinn getrieben, das muss ich zugeben. Obwohl mir deine rebellische Art auch imponiert hat. Aber du warst anstrengend. Allerdings auch sehr sexy. Du hast meine kalte Seele gewärmt und ihr wieder Leben eingehaucht. In meinen Augen bist du ein ganz besonderer Mensch.

Pedro klingt verächtlich: Sie hat das doch nur aus Berechnung gemacht. Komm schon, wer lässt sich denn freiwillig mit so einem Typen ein?

Jose: Rico ist kein schlechter Kerl, ich hätte das nicht unbedingt erwartet, aber ich finde sie sehen toll zusammen aus. Damals im Lager allerdings hat das ja zu sehr viel Drama geführt.

6) Jose und Pedro, was dachtet ihr, als die Neuankömmlinge eingetroffen sind?

Pedro: Heiß. Das habe ich als Erstes gedacht. Du musst dir das vorstellen, ein halbes Jahr lang war ich schon von meinem Leben abgeschnitten, und plötzlich kamen eines Tages drei Mädchen in unser Lager, dazu noch eine hübscher als die andere. Das fand ich gut.

Jose lacht: Ich habe mich gefreut, dass ich mich ab da nicht mehr dauernd nur mit Pedro abgeben musste. (Er rempelt Pedro an.) Dein Gelaber ist mir schon manchmal auf die Nerven gegangen, und hey … (er zuckt mit den Achseln) Es gibt Schlimmeres, als von drei Girls bezirzt zu werden. Die waren alle scharf auf mich.

Elena gluckst: Ja, du warst unser Traummann. Sag bloß, du hast gemerkt, dass wir auf dich abgefahren sind.

Jose zwinkert ihr zu, sein Polohemd spannt mal wieder ein wenig um seinen Bauch. „Ich weiß ja, wie unwiderstehlich ich bin. Du hast dich doch bloß an Rico geschmissen, weil du mich nicht gekriegt hast.“

Elena kichert.                                

8) Wie erging es euch denn in Gefangenschaft?

Carlos: Buhuhuuu, jetzt flennt mal alle schön ordentlich los. Der große böse Carlos war so gemein zu uns. (Er rammt den Dolch in die Tischplatte.) Ich habe euch mit Samthandschuhen angefasst, arrogantes Pack. Los, macht doch den Mund auf, wenn ihr euch traut.

Rico: Carlos, wer hat dich überhaupt eingeladen? (Er wendet sich an mich. Warst du das? Ich nicke zögerlich, war keine glorreiche Idee, ich weiß. Aber er gehört schließlich dazu und ich wollte ihn nicht ausgrenzen. Das hat man jetzt davon, wenn man nett sein will.)
Rico legt einen Arm um Elena: Es ging ihnen nicht gut, wir haben unsere Macht ausgenutzt und vieles, was geschehen ist, wäre nicht nötig gewesen.

Jose und Pedro starren auf den Dolch: War alles halb so wild, Carlos. (beteuern sie gleichzeitig wie aus einem Munde) Jose wirft einen Blick auf seine Armbanduhr: So spät schon, ich muss dann mal los. (Er wirkt nervös.)

Ihr haut erst ab, wenn ich es euch erlaube, zischt Carlos.

Okay, damit ist die Interviewrunde wohl beendet, dank Carlos!


9) An alle gerichtet: Gibt es etwas, was ihr den Lesern noch unbedingt ans Herz legen wollt?

Rico: Macht euch selbst ein Bild von mir und entscheidet dann, ob ich wirklich der knallharte und gemeine Kidnapper bin.

Elena: Ihr solltet mich nicht verurteilen, weil ich mich mit dem „Bösen“ einlasse. Gebt mir eine Chance zu erfahren, wie es dazu kommen konnte.

Pedro: Glaubt den beiden kein Wort. Verbrecher ist Verbrecher, und wenn ihr jetzt denkt, ich rede Blödsinn, dann schaut euch die Geschichte ruhig einmal näher an und ihr werdet sehen, dass ich recht behalte.

Jose: Es war eine nervenaufreibende, gefährliche Zeit, aber auch eine Zeit, die mir viel über Vertrauen und menschliche Abgründe beigebracht hat. Die mir gezeigt hat, wie schnell Menschen dazu bereit sind, ihre Macht zu missbrauchen, wenn man ihnen ein Winziges bisschen davon gibt.

Carlos: Traut euch nur in den Dschungel, ich knöpfe mir jeden Einzelnen von euch vor!



Vielen Dank an euch Fünf für die tolle Runde und die vielen Eindrücke!

An die Leseratten da draußen:

Natürlich gibt es auch was tolles zu gewinnen und zwar Folgendes :



  • 1 Print-Ausgabe von *Verloren in der grünen Hölle*
  • 2 E-Books von *Verloren in der grünen Hölle*
  • 1 Tasse mit dem Bild zu *Verloren in der grünen Hölle*
  • 1 Puzzle (266 Teile) mit dem Motiv von *Verloren in der grünen Hölle*


Was ihr dafür tun müsst?  Beantwortet mir folgende Frage:



Was wäre euer Überlebenspaket bzw. Rettungsanker im im Dschungelcamp der Entführer zu überleben?


Hinterlasst mir die Antwort einfach unten im Kommentar und schon seid ihr mit einem Los dabei … je mehr Fragen ihr während der Blogtour beantwortet, umso größer ist eure Gewinnchance. (Man kann also rein theoretisch auf allen 7 Blogs sein Glück versuchen … also nichts wie los und mitgemacht).

 Teilnahmebedingungen:


  • Keine Barauszahlung des Gewinns möglich
  • Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren od. mit Erlaubnis des Erziehungsberechtigten


  • Teilnahme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich
  • Rechtsweg ist ausgeschlossen
  • Keine Haftung für den Versand
  • Adressermittlung erfolgt nur für den Versand der Gewinne
  • Teilnahme bis Samstag, 26.10.2014 um 23:59 Uhr möglich
  • Die Gewinner haben Zeit sich nach Bekanntgabe innerhalb einer Woche per Mail zu melden, ansonsten wird Neuverlost.
  • nur ein Gewinn pro Teilnehmer möglich

Kommentare:

  1. Vermutlich wäre mein Rettungsanker mein Verstand - hoffe ich doch mal. Ich hoffe, dass ich zur rechten Zeit richtig handle und nicht mich und andere in Gefahr bringe.

    Ein Taschenmesser wäre in einem Überlebenspaket sicherlich auch nicht schlecht. Wer weiß, was und wer einem in einem Dschungelcamp sonst so begegnet - Schlangen, giftige Scorpione, Riesenspinnen.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  2. Trinkwasser, Taschenmesser, Feuerzeug
    und Mückenspray die Biester fressen einen sonst auf ;-)
    Rettungsanker hauptsache meinen Kindern geht es gut und es geht immer noch schlimmer also Augen zu und durch.

    lg lovelybooks user robberta

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  3. Hallo und guten Tag,

    ich glaube, mein fester Wille, dass alles zu überleben und sei es auch noch so schlimm in der Hoffnung auf Heimkehr zur Familie.

    Ich glaube, in so einer Situation gibt es kein Überlebenspaket und man kann froh wenn man noch Bekleidung in ausreichender Form am Körper trägt..

    LG..Karin..

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  4. Ich glaube bei mir auf jeden Fall erst mal was zu futtern :D Bin ein so Essen-liebender-Mensch, ich könnt nicht ohne xD Dann Bücher. So viel Bücher wie es nur geht, das würde mir ein Enführungsaufenthalt etwas erträglicher machen :)

    LG
    Eien

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  5. Huhu :-D

    Ich versteh das nicht, überall sind meine Kommentare weg :-(

    Ganz eindeutig mein Freund. Ich würd sonst schon vor Angst sterben ;-)

    Lg Santina
    (santina.b@gmx.net)

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  6. Mein Rettungsanker wären die Gedanken an zuhause. Die Hoffnung dass man in Deutschland schon auf der Suche nach mir ist, bzw. Da diese wahrscheinlich zu nichts führt, der Wille allein zurück zu finden, da meine Familie eine genauso schlimme Zeit durchleben muss.
    LG!
    Franziska.schwarze@outlook.de

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