" Draußen im Moor " von Sandra Greaves





Draußen im Moor 

Autor/in: Sandra Greaves
Übersetzt durch: Ilse Rothfuss 
Verlag: Chicken House
Erschienen am : 2. Juli 2015
Seiten: 320
Preis: 13,99 € (TB)/ 9,99 ( eBook)

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Matt braucht dringend einen Tapetenwechsel, denn er ist total genervt von seiner auf Wolke sieben schwebenden Mutter und deren neuen Lebensgefährten Paul. Warum in sein Weg ausgerechnet ins verlassene Darkmoor zu seinem Onkel Paul und dessen beiden Töchtern Tilda und Kitty führt, weiß Matt selbst nicht so genau. Kaum angekommen schlägt ihm seitens seiner Cousine Tilda eine ordentliche Ladung Verachtung und Hass entgegen und bei einem Ausflug in den Old Scratch Wood, der eigentlich zu einer freundlichen Vereinigung führen soll, ist die riesen Katastrophe nicht weit. Ein mysteriöser Fund entfacht noch mehr die Abneigung der beiden Streithähne zueinander. Doch als die Tiere am Hof total außer Kontrolle geraten, seine Cousine streitsüchtiger denje wird und Matt selbst von Albträumen der grausamsten Art heimgesucht wird, steht für ihn fest, dass die ganzen Geschehnisse offensichtlich mit ihrem Fund im Moor zu tun hat. 
Als sich dann noch herausstellt, dass auf dem Inhalt des Kästchens ein rabenschwarzer Fluch liegt und Kitty zudem noch sehr schwer erkrankt, raufen die Beiden sich zusammen und versuchen verzweifelt den Fluch zu bannen und den Fund zu beseitigen. 
Aber mit den Hindernissen die sich ihnen in den Weg stellen, haben beide nicht gerechnet!




Sandra Greaves hat mit ihrem Jugendroman-Debüt einen Meilenstein der finsteren Sorte gesetzt. " Draußen im Moos " ist ein voller Geheimnisse steckender und sehr düsterer Roman, der zwar sehr interessant und spannend geschrieben ist, aber meiner Meinung nach ein paar gravierende Mängel aufweist. 

Ist der Start in die Handlung echt super gelungen und auch das Drumherum sehr real und fesselnd geschildert, so viel mir persönlich eines ganz doll auf, denn in meinen Augen nahmen leider die Hasstiraden und Streitereien der beiden Hauptprotagonisten Matt und Tilda einen zu hohen Stellenwert ein und das eigentliche Finstere der Handlung geriet mehrmals in den Hintergrund, was sehr schade ist. 
Öfter habe ich mir gewünscht Sandra Greaves würde mehr auf den Fluch und dessen Ursachen eingehen, das Ganze vertiefen und so der Handlung einen zusätzlichen spannenden Hauch vermitteln, aber leider wurde dieses Thema für mich nur Oberflächlich angekratzt. Auch das Geheimnis um die beiden zerstrittenen Schwestern, die Mütter unserer beiden Protagonisten, fand ich zu schnell abgehandelt und hätte mir gewünscht, dass auch dies ein bisschen mehr Aufmerksamkeit erhalten hätte.

Nichts desto trotz wurde ich bei diesem Buch nicht ganz enttäuscht, denn sie ist durchweg spannend geschrieben und geschildert und ich habe mit einem Gänsehautgefühl dem Ausgang der Handlung entgegen gefiebert. 

Der Schreibstil von Sandra Greaves ist genauso finster und spannend wie die Handlung an sich und verschafft einen angenehmen Lesefluss.

Tilda und Matt, obwohl sie mir ab und an mit ihren Streitereien total auf den Nerv gingen, sind trotz allem zwei sympathische Zeitgenossen. Man kann sich in Beide sehr gut rein empfinden und eine Bindung zu ihnen, ihren Problemen aber auch ihrer Auseinandersetzung aufbauen.

Das Cover so düster und beängstigend, wie die Handlung und der Schauort an dem diese spielt, finde ich sehr positiv und passend gewählt. Verbirgt sich in dem Nebelschleier ja einiges an Überraschungen, Wendungen und Geheimnissen, die es zu lüften gilt.



Ein gelungenes schauriges Jugendroman-Debüt, welches die eine oder andere Gänsehaut für den Leser parat hält und trotz kleiner Defizite, ein Lesens - und  empfehlenswerter Jugendroman beinhaltet! 

Leider lies mich dieses Buch mit zuviel offenen Fragen zurück und fehlte es mir zusätzlich auch an Tiefgang zu gewissen Themen,
daher bekommt dieses Buch von mir
2/4 Butterflies



 ♡ Ein riesen Dankeschön geht an den Chicken House Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat! ♡

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