" Jeden Tag ein bisschen mehr " von Louisa Reid



jeden tag ein bisschen mehr

Autor/in: Louisa Reid
Übersetzt durch: Birgit Maria Pfaffinger
Verlag: Fischer FJB
Erschienen am : 24. September 2015
Seiten: 560
Preis: 16,99€ ( HC)

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<<… war der Mond. Zunehmend. Abnehmend. Manchmal kurz vorm Bersten, leuchtend und voll. Dann wieder dünn und gemein. Spitz wie eine Nadel. Ich konnte mich nur so bewegen, wie sie es erlaubte. Mein Körper war wie die Gezeiten, fest mit ihr verknüpft. Jetzt entzog ich mich ihr, würde aber schon bald wieder zu ihr zurückkehren. Sie würde mich so an sich zerren, wie nur sie es konnte…>> Zitat Seite 161
Ein ganz normales Leben führen ohne Ängste genau dies ist der Herzenswunsch der 15 Jährigen Audrey und sie hofft, dass ihr Umzug gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in ein abgelegenes Haus fernab jeglicher Zivilisation, diesen endlich in Erfüllung gehen lässt. Hoffnung dafür schenkt ihr Leo der Nachbarsjunge, dessen Freundschaft zu ihr einiges an alten Erinnerungen verblassen lässt. Doch umso näher sie sich kommen, umso mehr eskaliert die Situation, denn die Krankheit bahnt sich ihren Weg zurück und es scheint kein Entkommen mehr zugeben, bis jemand den wahren Grund hinter dem Ganzen erkennt und Audreys Erkrankung einen Namen geben kann…!



Auf diesen Roman war ich wirklich sehr gespannt und meine Erwartungen waren riesig. Oft liest man Bücher in denen solch eine Thematik aufgegriffen wird. Viele Menschen und vor allem junge Leute leiten heut zu Tage an Ängsten, Depressionen und verspüren eine Form der Befreiung darin in dem sie sich selbst Schmerz zufügen. So scheint es auch bei der jungen Hauptprotagonistin Audrey der Fall zu sein. Doch was der wirkliche Grund dafür ist, war erschreckend und überraschend zugleich!

Die Handlung wird aus zwei Sichtweisen erzählt. Einmal aus der Sicht von Audrey. Sehr detailliert erfasst die Autorin den Leidensweg, die Hoffnungen und ihre Glück in gleichen Maßen und bringt dieses dem Leser hautnah und greifbar in den Passagen herüber, die aus ihrer Sicht erzählt werden. Oft kam in mir das Gefühl der Traurigkeit, der Wut und auch Verzweiflung auf, die auch Audreys Leben beherrschen. Ihre Ängste haben mich erschüttert und bewegt an der Seite von ihr eine Lösung zu finden. Aber auch ihre Glücksmomente erfüllten mich mit Hoffnung und Sehnsucht, auch bewirkten sie in mir das Gefühl, dass alles gut werden wird. Doch nach jedem Hoch folgt ein Tief in Audreys Fall mit Pauken und Trompeten!

Dann erzählt die Handlung die Sichtweise von Leo. Leo ist sehr distanziert, möchte eigentlich seine Ruhe vor allem von seiner Mutter. Freunde sind für ihn ein Fremdwort, doch dies ändert sich schlagartig als Audrey mit ihrer Familie in das alte Haus in der Nähe ziehen. Audrey bewirkt in ihm eine Art Sinneswandel. Er selbst bemerkt die Veränderung an sich und ist sehr glücklich darüber, aber auch merkt er, dass ein Schatten über seinem Glück schlummert. Die Ängste seiner Freundin bleiben ihm nicht verborgen, sie bereiten ihm Sorgen und mit allen Kräften macht er sich bereit dagegen anzukämpfen. Nur wie ?

Lousia Reid´s Schreibstil ist wirklich traumhaft. Nicht nur das er sehr flüssig und leicht zu lesen ist, sondern er vermittelt bei jedem Wort das Gefühl der Realität, die sich hinter diesem dramatisch schönen Roman verbirgt.

Das Cover gibt nicht sehr viel Preis von dem was sich hinter ihm verbirgt. Umso tiefer man in die Geschichte eindringt wird deutlich erkennbar, was es mit der Blume auf sich hat. Zwar taucht sie in einer etwas anderen Form auf, jedoch spricht mich nach dem ich die Bedeutung kenne dieses Cover umso mehr an!


Die Autorin hat einen ausgesprochen tollen Schreibstil, der sich durch die wundervolle Handlung schleicht und einem ein wundervolles und dramatisches Leseerlebnis beschert. Die Protagonisten und ihre Geschichte muss man einfach kennen lernen.

Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und entpuppte sich zu meinem ersten Lesehighlight im Oktober!

Ein riesen Dankeschön geht an den Fischer Verlag FJB für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


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