" Das hundsgewöhnliche Leben: Leide, Lebe, Liebe " von Christian Biesenbach



Das hundsgewöhnliche Leben :
Leide, Lebe, Liebe 

Autor/in: Christian Biesenbach
Verlag: CreateSpace Independent Publishing 
Erschienen am : 15. Februar 2016
Seiten: 284
Preis: 9,95 ( TB )

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Thomas leben liegt wie ein Scherbenhaufen vor ihm und er weiß nicht wie er ihn beiseite fegen soll. Freundin weggelaufen, das Studium in den Sand gesetzt und einen Schuldenberg so hoch wie der Mount Everest … Wo soll das bloß noch hinführen? Am besten ist es doch, wenn man schon sein eigenes Grab geschaufelt hat, den Sargdeckel zu verschließen und nie mehr ans Tageslicht zu steigen.

Doch dann kommt sein Bruder um die Ecke und hat eine Lösung parat, die Thomas unverhofft in ein Abenteuer katapultiert, dass er so schnell nicht mehr vergessen wird. Denn Mike hat dafür gesorgt, dass Thomas auf einem Containerschiff von Rotterdam nach Mexiko überschifft. Überflutet von Eindrücken und abgelenkt von den traurigen Gedanken trifft er auf Tina, eine Globetrotterin, Singlefrau und voller Lebensenergie. Sie eröffnet ihm neue Horizonte und führt im gekonnt vor Augen, was im Leben wirklich lebenswert ist und wofür es sich dennoch zu kämpfen lohnt. Doch an jedem sonnigen Himmel können unerwartet Gewitterwolken aufziehen, so ist es auch bei Thomas, denn die neugewonnene Lebensmut wird knallhart auf die Probe gestellt als das Schiff ungebremst auf einen lebensbedrohlichen Sturm zu schippert. Nun heißt es kämpfen oder Kopf einziehen und das unausweichliche einfach über sich ergehen lassen…




Mit viel Liebe zum Detail, einem Hang zur Dramatik und Wendungen mit denen man so absolut nicht rechnet hat mich Christian Biesenbach total überrascht und völlig begeistert.

Er zeigte an Hand des Protagonisten Thomas sehr deutlich auf, dass im Leben nichts so schlecht sein kann, dass es für was anderes nicht gut ist. Denn auch wenn jegliche Hoffnung und Glaube an das Gute fehlt, lohnt es sich dennoch für sein Glück zu kämpfen und die letzten Kraftreserven zu investieren.

Thomas hat es natürlich knallhart getroffen. Über die weggelaufene Freundin kann man vielleicht irgendwann hinwegsehen und mit einem Lächeln daran zurück denken, aber ohne Studium und Geld auf dem Konto, dass zu dem im mehrstelligen Bereich angesiedelt ist. Sieht die Hoffnung auf ein glückliches Ende eher in langer Zukunft danach aus. Jedoch wird aus dem verschlossenen und trauernden Etwas, dank der fixen Idee seines Bruders, ein angesehener, lebensbejahender und aufgeweckter junger Mann, der langsam beginnt das positive in seinem Leben zu erkennen. Natürlich trägt dazu Tina einiges bei, denn sie ist eine absolute Frohnatur und wirkte auch auf mich sehr ansteckend.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Er zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und überträgt die Emotionen so gefühlsecht, als würde man sie selbst gerade empfinden. Aber auch die malerische Ader gefiel mir sehr gut. Er transportierte die Schauorte, Geschehnisse und Charaktere wie auf einem Bilderband herüber und man konnte sie gedanklich anschließend noch mit Farbe und Leben ausfüllen.

Da man bis zum Ende hin wirklich im Dunkeln schwebt und nicht weiß wie es letzten Endes mit Thomas weitergehen wird, ist die Überraschung gelungen und ein krönender Abschluss für das gesamte Werk des Autors.



Zwar sind ein paar Schwächen vorhanden, dennoch sind diese durch den lebhaften und bildlichen Schreibstil, eine tolle und auch spannende Handlung, und durch die authentischen Charaktere und deren Geschichte ganz schnell vergessen.

Ein tolles Buch für zwischendurch, welches sich angenehm lesen lässt und auch einen kleinen Wink zum Nachdenken parat hält.

4/4 Butterflies!




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