"Die Schattenschrift" von Dana Carpenter



Die Schattenschrift

Autor/in: Dana Carpenter
Übersetzt durch: Beate Brammertz
Verlag: Heyne
Erschienen am: 8. August 2016
Seiten: 520
   Preis: 14,99 € ( TB )

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Maus wurde im 13. Jahrhundert geboren, doch wäre Böhmen nicht schon so ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, so hat es Maus um einiges schwerer, denn sie wurde mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren, der ihr das Leben und das ihrer Beschützer enorm erschwert. Viele Menschen bezeichnen sie als Hexe, andere sehen sie eher als Engel an und Maus selbst redet lieber von einem Fluch.

Als dann auch noch der schwer verletzte junge böhmische König Ottokar ins Kloster von Teplá gebracht wird und um sein Leben ringt, zögert Maus keine Sekunde und weiß ihre Gabe gekonnt einzusetzen um ihm sein Leben zu retten. Als Dank dafür nimmt der junge König sie nach seiner Genesung mit an den Königshof nach Prag und für Maus eröffnet sich eine neue Welt voller Gefahren, Intrigen und neuen Gefühlen, die sie bisher noch nie erlebt hat. Nach nur kurzer Zeit wird sie selbst Opfer von Gerüchten, die um sie allmählich aufkochen. Während sie alles daran setzt schier unsichtbar durch das Reich zu wandeln, nehmen ihre außergewöhnlichen Gaben immer mehr an Form und Macht zu und sie muss sich ihrer Herkunft stellen um zu überleben. Doch ist Maus wirklich schon bereit dafür, den Spuren ihres dunklen Schicksals zu folgen und dieses zu tragen?




Normalerweise sind historische Romane eher nicht das Genre in dem ich meinen Lesebedarf zu decken weiß, doch dieses Buch sprach mich sofort an. Mit dem historischen Hintergrund und der versteckten magischen und mystischen Komponente hat es sofort meine Neugier geweckt und ich wollte unbedingt erfahren was sich wirklich hinter den Gaben und dem dunklen Schicksal der Protagonistin verbirgt.

Die Reise war zu Beginn etwas verwirrend, denn wurde man sofort mit einigen wichtigen Details konfrontiert, die im Laufe der Handlung einen wichtigen Bestandteil einnahmen, ohne dass man die Protagonistin kennen und schätzen gelernt hat.  Doch während des Verlaufs kam immer mehr Licht ins Dunkeln und man konnte ahnen in welche Richtung die Handlung in etwa weitergehen könnte.

Das Buch hat mich zunehmend immer mehr überrascht, aber vor allem hat es mich gefesselt. Maus als Hauptprotagonistin war sehr lieblich und geheimnisvoll gestaltet, und weckte immer mehr das Interesse bei mir, mehr über sie herauszufinden. Nur Häppchenweise serviert die Autorin Dana Carpenter dem Leser kleine Details oder deckt winzige Geheimnisse um das mysteriöse Leben der kleinen Maus auf. Man erfährt, dass sie als kleines Baby ins Kloster nach Teplá gebracht wurde, und nur der Pater und Mutter Kazi über ihr wahres Wesen in Kenntnis sind. Sehr behütet wächst sie dort zu einer Dame heran, trainier darauf unsichtbar durch die Mauern zu huschen und sich selbst zu schützen vor Blicken und Gerede. Alles wird anders als der junge böhmische König Ottakar in die Mauern schwer verletzt gebracht wird. Für Maus die Chance aus ihrem „Gefängnis“ auszubrechen und sich zu behaupten. Und mit diesem Aufeinandertreffen nimmt die Handlung erst ihren Ursprung an.

Der Schreibstil wirkte an manchen Stellen sehr anspruchsvoll und dennoch war er für die Zeitepoche in dem dieser Roman spielt, sehr angebracht. In manchen Kapiteln nahm es aber auch leider durch die Wortwahl und auch den ausführlichen Beschreibungen etwas an Längen an, was dem Ganzen jedoch nicht sehr geschadet hat, denn am Ende stimmte das Gesamtpaket absolut.
Das Leben im 13. Jahrhundert wurde von Dana Carpenter mit Leben und Farbe gefüllt, so dass man es sich sehr gut vorstellen und auch an manchen Stellen zusätzlich mit der eigenen Fantasy etwas mehr ausschmücken konnte. War in dieser Zeitepoche noch jede Frau, die etwas anders oder wie Maus außergewöhnlicher war, als Hexe angesehen, so kann man sich sehr gut vorstellen wie schwer es war für die junge Protagonisten im Verborgenen zu agieren und dennoch ihren eigenen Weg einzuschlagen.

Das Cover mit der Darstellung eines Wachssiegels ist sehr schlicht. Viel verrät es nicht über den eigentlichen Inhalt des Buches und so muss man sich einfach davon überzeugen, was sich hinter diesem unscheinbaren Cover verbirgt.




Eine kleine Überraschung, die mich total begeistert hat.
Der Aufbau und die Gestaltung der Handlung sind sehr ansprechend gehalten, man kann sich in die jeweilige Zeitepoche hineinversetzen und auch das Leben ausmalen, welches in der Zeit geführt wurde. Aber vor allem machte diesen Roman die junge, unscheinbare und außergewöhnliche Protagonisten und ihre Geschichte so lesenswert und füllte ihn mit Leben!
Ich für meinen Teil war sehr positiv überrascht von dem Buch und kann es daher nur wärmstens weiterempfehlen!

4/4 Butterflies!

Ein riesen Dankeschön geht an den Heyne Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!


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