"Die Schule der Nacht" von Ann A. McDonald



Die Schule der Nacht

Autor/in: Ann A. McDonald
Übersetzung: Christoph Göhler 
Verlag: Penhaligon
Erschienen am: 22. Mai 2017
Seiten : 448
   Preis: 19,99 € ( HC )

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Als Cassandra Blackwell eine mysteriöse Nachricht erhält, steht für sie fest, dass sie hinter das Geheimnis kommen muss. Der verstörende Inhalt der Nachricht und das veraltete Foto ihrer verstorbenen Mutter, haben ihre Neugier geweckt. Dem einzigen Anhaltspunkt folgend - einer schwarzen Robe der Oxford Universität - reist Cassandra kurzerhand nach England um mir über ihre Mutter, deren Vergangenheit und auch deren Geheimnis zu erfahren. 

Doch was sie vor Ort findet sind nicht nur eine Welt voller alter Traditionen und Privilegien, sondern auch eine verhängnisvolle dunkle Macht, die dort vorherrscht und in Verbindung mit einer geheimen Gesellschaft steht, die sich Die Schule der Macht nennt. Schneller als Cassandra liebt ist, lernt sie die Schattenseiten kennen und muss schmerzlich erkennen, dass die Gesellschaft Schnüffler wie sie so absolut nicht leiden kann…




Bei diesem Buch muss ich gestehen, dass es eine richtige Überraschung war, denn ich bin mit ganz anderen Erwartungen und Ambitionen ans Werk herangetreten. 

Zur erst stach mir auf positive Weise der sehr angenehme, bildliche und lockere Schreibstil auf, der es zu einer Leichtigkeit werden lies, in die Handlung einzutauchen und sie hautnah mitzuerleben. Dennoch kommt die klassische Oxford Idylle allein schon in den Dialogen, aber auch an manchen Stellen in Beschreibungen, zum Vorschein, was mir sehr gut gefiel und das Bild noch mehr veranschaulichte und abrundete. 

Dachte ich erst, dass es sich um einen Jugendroman handeln wird, so wurde ich rasch eines besseren belehrt und dennoch muss ich gestehen, tat es diesem Buch nicht im geringsten weh, sie als etwas anderes zu entpuppen.

Cassandra mochte ich direkt. Neugierig, schlagfertig und dennoch verletzlich, traf sie sofort als Hauptprotagonisten meinen Geschmack und erzählte sich mit ihrer Geschichte in mein Herz. An ihrer Seite die wahre Geschichte ihrer Mutter zu erkunden und herauszufinden was genau vor 25 Jahren geschah, was zugleich ihr Weltbild und auch ihre Einstellung zum Leben geändert hat, war sehr spannend und hatte einen dezenten Nervenkitzel-Faktor mit an Bord. Was sie dann so allmählich auf ihrer Reise nach den Spuren der Vergangenheit ihrer verstobenen Mutter ans Tageslicht bringt, lies mir mehr als einmal das Blut in den Adern gefrieren. Jedoch müsst ihr schon selbst herausfinden was vor 25 Jahren an Der Schule der Nacht geschah. :)

Insgesamt hat die Autorin ihre Idee sehr realistisch und auf einer gefühlstechnischen Ebenen ausgearbeitet, die sehr intensiv und auch anschaulich beschrieben wird. Es wird gemordet, verletzt, Intrigen gespannt und vieles mehr. 

Leider kam meiner Meinung nach der „Fantasy-Teil“ zu wenig und auch viel zu spät zum Vorschein. Da hätte ich mir einen Ticken mehr und vor allem früher etwas davon gewünscht. 

Auch das Ende ist nicht voll und ganz abgerundet. Zwar wurden all die offenen Fragen beantwortet und es kommt zum großen Knall, dennoch passte es nicht zu 100% zum erworbenen Gesamtbild. Es wirkte unrund und auch nicht vollends ausgearbeitet. Und auf kosten der Sympathie gingen auch die positiven Eigenschaften der Charaktere und Schauorte verloren. Es wirkte abgeflacht und nicht mehr sehr überzeugend. 



Nachdem das Buch zu Beginn einen super Start hingelegt und mich überrascht & gefesselt zugleich hatte, so schwächelte es gegen Ende stark und all die positiven Eigenschaften gingen fast verloren. Dennoch kann ich sagen, dass die Autorin ihre Idee sehr realistisch und auch spannend umgesetzt hat.  

Lesenswert, auch wenn das Ende nicht ganz der Bringer ist!



3/4 Butterflies!

Ein riesen Dankeschön geht an den Penhaligon Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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