"Mein Name ist nicht Freitag" von Jon Walter



Mein Name ist nicht Freitag

Autor/in: Jon Walter
Übersetzt von: Josefine Haubold
Verlag: Königskinder Verlag
Erschienen am: 24. März 2017
Seiten : 448
   Preis: 18,99 € ( HC )

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Samuels glaube an Gott ist stark und so glaubt er auch, sich nach eine Missetat in seiner Obhut wieder zu finden. Doch irgendetwas stimmt nicht, denn sollte der Himmel über den Wolken nicht strahlen und eine friedliche Idylle herrschen? Stattdessen findet er sich in Finsternis wieder und vor allem ist das Gezwitscher der Vögel so intensiv zu hören als wären sie real…

Schnell muss er feststellen, dass sein Bild von Gott nicht der Realität entspricht, denn als er seine Augen öffnet, findet er sich im Angesicht mit dem Teufel vor. 

Sein Name gehört der Vergangenheit an und soll ab diesem Zeitpunkt an „Freitag“ lauten. Nicht nur das, als Sklave verkauft kommt er auf eine Plantage in Mississippi. Dort interessiert keinen von wo er wirklich Abstammt und welche Begabungen er mit im Gepäck hat. Auch der verzweifelte Versuch zu seinem kleinen Bruder zu gelangen, der seine Hilfe benötigt, bleibt unerhört. 
Hier zählt nur harte Arbeit um zu Überleben.

Als sich der Bürgerkrieg ankündigt und immer näher kommt, keimt in Samuel das Gefühl der Hoffnung und die Sehnsucht nach Freiheit auf. Aber der Weg ist lang und der tägliche Kampf durchzuhalten lastet enorm auf seinen Schultern!




Dieses Buch hat mich auf unterschiedliche Weise begeistert. 
Zum einen haben wir die sehr bewegende und sehr authentische Handlung. Man kann sich einfach sehr intensiv in die Zeit in der die Handlung spielt hinein versetzen. Man spürt die Ängste, wächst mit den Hoffnungen , fällt mit den Schicksalen der Protagonisten und kämpft sich erneut an ihrer Seite wieder hoch um den Kampf zu gewinnen um endlich Frei zu sein.

Aber auch die andere Seite, ich nenne sie jetzt mal die „Bösen“,obwohl es in dem Kontext vielleicht nicht so passt, sind klasse dargestellt. Man erkennt den Zwiespalt einiger, die die Sklaven nicht als solche ansehen, sondern auch deren anderen wichtigeren Eigenschaften erkennen. Und auch die, die an Sklaverei und Unterwerfung glauben, auch bei denen kann man sich einfühlen und ihre Ansichten etwas nachvollziehen, obwohl ich kein Fürsprecher für solche Grausamkeiten bin.

Dann die Schauorte und das drumherum, einfach klasse. Es hat etwas von sehr bildgewaltiges und lebendiges. Man spürt den Windhauch oder den Schweiß, der durch die harte Arbeit einem über den Rücken rinnt, den Hunger und den Hass der an den Orten herrscht, uvm .

Samuel, gläubig, herzlich und reif, auch wenn er unreife Ansichten besitzt. Er ist eben ein Kind und in der falschen Zeit geboren oder eher an den falschen Ort gelangt, alles nur, weil er die Person schützen wollte, die er liebt und die ihm als Einziges von seiner Familie geblieben ist. Ich mochte ihn und es war ein himmlisches und zugleich trauriges Erlebnis seiner Geschichte zu lauschen.



Ein sehr ergreifender, durchweg realistischer und traurig-himmlischer Roman, der mich auf emotionaler Ebene abgeholt hat und so schnell nicht mehr loslassen wird!


Absolut lesenswert!

4/4 Butterflies!

Ein riesen Dankeschön geht an den Königskinder Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

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