"Don't you cry - Falsche Tränen" von Mary Kubica



Don´t you cry
- Falsche Tränen -

Autor/in: Mary Kubica
Übersetzt von: Rainer Nolden 
Verlag: HarperCollins
Erschienen am: 12. Juni 2017
Seiten : 384
   Preis: 14,99 € ( TB )

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Quinn macht sich furchtbare Sorgen, denn während sie sich die Nacht mit Party, Snaps und Männerbekanntschaften um die Ohren geschlagen hat, ist ihre Mitbewohnerin und beste Freundin Esther aus ihrem Appartement in Chicago verschwunden. Alles spricht dafür, dass Esther aus den vier Wänden geflohen ist, denn nichts deutet auf ein Verbrechen hin. Als Quinn jedoch einen mysteriösen Brief findet, keimen in ihr unendlich viele Fragen auf, vor allem beschäftigt sie, dass sie die unscheinbare Esther, den liebevollen und ruhigen Menschen an ihrer Seite, wohl doch nicht so gut zu kennen scheint wie sie es geglaubt hatte.

Noch tiefer sitzt der Schrecken als ein Anruf sie auf das unvermeidbare hinweist -> längst wird schon eine Nachmieterin gesucht und dies für ihr eigenes Zimmer im Appartement! 
Quinn nimmt ihre eigenen Recherchen auf und entdeckt Geheimnisse, die lieber im Verborgenen geblieben wären, denn je mehr Quinn der Wahrheit auf die Schliche kommt, um so näher kommt sie der Gefahr, die auch um ihr Leben trachtet ….




Neben meine Hingabe zu Fantasy-Romanen brauch ich es auch einmal spannend. Nervenkitzel ist mein zweiter Vorname und so lockte mich dieser Thriller mit seinem sehr mysteriösen und fesselnden Klapptext.

Interessant empfand ich zunächst die Gestaltung der beiden Erzählperspektiven, die tiefe Eindrücke vermittelten, Unmengen an Fragen aufkeimen ließen und einen gewissen Ermittlerinstinkte in mir weckten. 
Leider hielt dies nicht lange an. Fragen kamen immer mehr auf, doch die Antworten blieben aus. Die tiefen Eindrücke blieben zwar tief, jedoch hatten sie mit den Geschehnissen an sich irgendwann nichts mehr zu tun und mein Ermittlerinstinkt, ja der der blieb irgendwann aus und wollte nicht mehr zum Vorschein kommen. 
Quinn berichtet viel über Esther. Stellt sich und ihre Freundschaft in Frage, sucht nach Antworten und findet jedoch immer mehr ungeklärte Fragen. Sie war mir zwar sehr sympathisch, aber dennoch verlor sich der Feuereifer ihr zu zuhören und an ihrer Seite auf Spurensuche zu gehen irgendwann.

Alex. Zur erst dachte ich, er habe einiges zu den Geschehnissen beizutragen, hilft vielleicht alles auf zudecken oder ist vielleicht sogar selbst der der hinter alldem steckt. Doch irgendwann kristallisierte sich heraus, dass er eigentlich nichts wirklich zu vermelden hat und eher als kleiner „Täuschungsversuch“ zu Wort kam. Es wirkte, dass wenn es ihn nicht gäbe, das Buch nur ein Kurzroman geworden wäre und er sich quasi als Lückenfüller angeboten hatte. Er zog die Handlung mit seinen Abschnitten eigentlich nur unnötig in die Länge, auch wenn die Abschnitte klasse erzählt waren und manchmal zu gewünschten Verwirrungen führten.

Spannung kam leider nur langsam auf und so wie sie ihre volle Stärke erreicht hatte, so schnell war sie auch wieder verpufft. Ein Thriller entdeckte ich nicht. Eher eine Ansammlung von dramatischen Ereignissen und Geheimnissen, die irgendwann nicht mehr geheim gehalten werden konnten und so die Dinge eben ihren Lauf nahmen.

Meine Hoffnungen lagen letzten Endes auf dem Ende des Buches. Doch von absoluten Nervenkitzel und fesselnder Spannung war keine Spur in Sicht. Es plätscherte nur so dahin und das Ende blieb eigentlich recht bedeutungslos und löste in mir nicht den „Puh - Nochmal alles gut“-Effekt aus oder „Mit dem Ende habe ich so absolut nicht gerechnet“-Effekt aus. 

Schade, denn der Klapptext ist wirklich sehr vielversprechend. Einen Thriller macht für mich eben aus, dass ich mich nachts fürchte das Licht aus zu machen oder gar noch in meinen Träumen das Gelesene verarbeite.



 Gefesselt vom Nervenkitzel und geschüttelt vor Gänsehaut sucht man hier leider vergebens. Es erschien eher wie eine Zusammenkunft mysteriöser Ereignisse, die durch ihre Dramatik punkten, aber nicht überzeugen konnten.


Mich konnte dieser Thriller nicht überzeugen, dennoch wird er bestimmt seiner begeisterte Leserstimmen finden, denn schlecht geschrieben ist es nicht.

1/4 Butterflies

Ein riesen Dankeschön geht an den HarperCollins Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung  gestellt hat!

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